Urtikaria (oder Angioödem) und Nahrungsmittelallergie
- Patienten oder ihre Eltern analysieren häufig Lebensmittel, Lebensmittelzusatzstoffe/Konservierungsmittel/Farbstoffe, die in den letzten 24 Stunden oder länger verzehrt wurden, auf der Suche nach einem Zusammenhang mit den Symptomen
- dafür gibt es keine rationale Grundlage, denn bei einer echten Nahrungsmittelallergie treten die Symptome in der Regel innerhalb von 60 Minuten nach der Exposition gegenüber dem betreffenden Nahrungsmittel reproduzierbar auf
- Gelegentlich gibt es Ausnahmen, z. B. bei einigen Patienten, bei denen sich die Weizenallergie nur in Verbindung mit körperlicher Betätigung klinisch manifestiert.
Sofern kein Zusammenhang mit einem bestimmten Nahrungsmittelauslöser besteht, entweder durch Einnahme oder Kontakt (lokalisierte Kontakturtikaria), kann eine IgE-vermittelte Nahrungsmittelallergie in der Regel als Ursache einer Urtikaria/eines Angioödems ausgeschlossen werden, insbesondere dann, wenn die Symptome über Nacht auftreten oder als erstes am Morgen vorhanden sind
- allergische Nahrungsmittelreaktionen führen weder zu einem mehrere Tage andauernden urtikariellen Ausschlag (mit oder ohne Angioödem) noch zu Ausschlägen/Schwellungen, die mehrere Stunden nach der Nahrungsaufnahme beginnen
- Urtikaria aufgrund von IgE-vermittelten allergischen Reaktionen auf Nahrungsmittel tritt selten isoliert auf, d. h. es treten in der Regel zusätzliche Symptome auf, wie z. B. Juckreiz und Unwohlsein im Oropharynx, Keuchen, Erbrechen oder Bauchschmerzen.
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