Bei der Operation werden oft große Peyer-Flecken festgestellt, was zu der Vermutung führt, dass es eine infektiöse Ätiologie für diesen Zustand geben könnte. Es wurde ein Adenovirus vermutet. Die vergrößerten Peyer'schen Flecken bilden eine Achse, auf der der Prozess der Invagination stattfinden kann. (1) In etwa 25 % der Fälle von Darminvagination werden Symptome einer vorangegangenen Viruserkrankung festgestellt. (2)
Polypen und ein Meckel'sches Divertikel können ähnlich wie vergrößerte Peyer'sche Flecken eine Prädisposition für diesen Zustand darstellen. Eine Darminvagination kann auch bei Henoch-Schonlein-Purpura auftreten.
Hinweis: Bei Kindern, die mit dem Rotavirus-Impfstoff der ersten Generation geimpft wurden, wurde häufiger eine Intussuszeption diagnostiziert. Dieser Impfstoff ist nicht mehr auf dem Markt. Ein nachfolgender monovalenter Rotavirus-Impfstoff (RV1) ist Berichten zufolge mit einem wesentlich geringeren Risiko einer Darminvagination verbunden, so dass der gesundheitliche Nutzen der Impfung das Risiko einer Darminvagination bei weitem übersteigt. (3)
Referenz
- Marsicovetere P, Ivatury SJ, White B, et al. Intestinal intussusception: etiology, diagnosis, and treatment. Clin Colon Rectal Surg. 2017 Feb;30(1):30-9.
- Heersche S et al. Intestinal Intussusception in Adults: A Systematic Review. World J Surg. 2025 Oct;49(10):2706-2716
- Lu HL, Ding Y, Goyal H, et al. Association between rotavirus vaccination and risk of intussusception among neonates and infants: a systematic review and meta-analysis. JAMA Netw Open. 2019 Oct 2;2(10):e1912458.
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