Der Hydrops foetalis ist die schwerste Ausprägung einer hämolytischen Erkrankung beim Fötus oder Neugeborenen. Es kommt zu einem groben Ödem des gesamten fötalen Körpers und einer Hepatosplenomegalie in Verbindung mit einer schweren Anämie. (1)
Der Hydrops fetalis wird je nach der zugrunde liegenden Ätiologie typischerweise in immune und nicht-immune (NIHF) Formen unterteilt. Der immune Hydrops fetalis, der durch eine Alloimmunisierung der roten Blutkörperchen verursacht wird, ist durch die Einführung der Anti-D-Immunglobulin-Prophylaxe selten geworden.
Im Gegensatz dazu ist der NIHF, der heute 85 % bis 95 % der Hydropsfälle ausmacht, auf verschiedene Ursachen zurückzuführen, die die Flüssigkeitsbewegung zwischen vaskulären und interstitiellen Kompartimenten stören. (2)
Je nach Ursache kann der Säugling vor oder kurz nach der Geburt sterben. Eine rechtzeitige Behandlung der zugrunde liegenden Ursache während der Schwangerschaft oder nach der Geburt kann von Vorteil sein.
Referenz
- Derderian SC et al. Die vielen Gesichter des Hydrops. J Pediatr Surg. 2015 Jan;50(1):50-4; Diskussion 54.
- Kosinski P et al. Nonimmune Hydrops Fetalis - Pränataldiagnose, genetische Untersuchung, Ergebnisse und Literaturübersicht. J Clin Med. 2020 Jun 08;9(6)
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