- Clomifen bindet an die Östrogenrezeptoren im Hypothalamus, aktiviert diese jedoch nicht. Es blockiert daher die Bindung von Östradiol und verhindert so die negative Rückkopplungshemmung der FSH-Sekretion
- Die Wirkung von Clomifen führt über einen erhöhten FSH-Spiegel zu einer stärkeren Stimulation der Eierstockfollikel
- Wird eine Frau mit Clomifen behandelt, sollte mittels Ultraschallüberwachung festgestellt werden, ob sich bei der Frau ein dominanter Follikel gebildet hat – ein Indikator für einen wahrscheinlichen Eisprung. Zur Bestätigung des Eisprungs können auch die Progesteronkonzentrationen im Serum herangezogen werden, ebenso wie die LH-Konzentrationen, da Clomifen in der mittleren Follikelphase eine übermäßige LH-Sekretion hervorrufen kann – ein Effekt, der mit einer verminderten Empfängniswahrscheinlichkeit einhergeht (da er die Konsistenz des Zervixschleims verändert)
- Bei der Anwendung von Clomifen kommt es vermehrt zu Mehrfachovulationen
- Clomifen muss bei polyzystischem Ovarialsyndrom mit Vorsicht angewendet werden.
Was die Anzahl der Clomifen-Zyklen betrifft, so sprechen die meisten Patientinnen, bei denen eine Reaktion zu erwarten ist, bereits auf die erste Behandlungsrunde an; drei Behandlungsrunden sollten einen ausreichenden therapeutischen Versuch darstellen; eine langfristige zyklische Therapie wird nicht empfohlen (über insgesamt 6 Zyklen hinaus).
Vor der Verschreibung dieses Arzneimittels muss die Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels konsultiert werden.
Hinweis - Studien haben gezeigt, dass Letrozol, ein Aromatasehemmer, das wirksamste orale Mittel zur Auslösung des Eisprungs bei Patientinnen mit polyzystischem Ovarialsyndrom ist, verglichen mit Clomifen oder der Kombination aus Clomifen und Metformin. (2)
Referenz:
- NICE. Fruchtbarkeitsprobleme: Beurteilung und Behandlung. NICE-Leitlinie NG257. Veröffentlicht im März 2026
- Rezk M, Shaheen AE, Saif El-Nasr I. Clomifencitrat in Kombination mit Metformin im Vergleich zu Letrozol zur Ovulationsinduktion bei Clomifen-resistentem polyzystischem Ovarialsyndrom: eine randomisierte klinische Studie. Gynecol Endocrinol. April 2018; 34(4): 298–300.
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