Eine Antikoagulationstherapie wird zur Vorbeugung unerwünschter Gerinnungsprozesse eingesetzt, beispielsweise bei Risikogruppen nach einer vorangegangenen tiefen Venenthrombose oder Lungenembolie.
Eine Antikoagulation wird routinemäßig bei der Behandlung einer nachgewiesenen Thromboembolie eingesetzt.
In der Vergangenheit waren Warfarin und Heparin die wichtigsten Wirkstoffe, doch zu den neueren Wirkstoffen gehören:
Direkte Thrombinhemmer: Bivalirudin, Argatroban und Dabigatran sind direkte Thrombinhemmer; diese hemmen die Spaltung von Fibrinogen zu Fibrin durch Thrombin. Alle Präparate werden über die Nieren metabolisiert.
Direkte Faktor-10a-Hemmer: Dazu gehören Rivaroxaban, Apixaban, Edoxaban und Betrixaban. Der Wirkmechanismus beruht auf der Hemmung der Spaltung von Prothrombin zu Thrombin durch direkte Bindung an Faktor 10a. Diese Präparate werden ausschließlich oral verabreicht.
Die Begriffe „direkte orale Antikoagulanzien“ (DOACs), „neue orale Antikoagulanzien“ (NOACs) oder „zielspezifische orale Antikoagulanzien“ (TSOACs) beziehen sich auf jene oralen Antikoagulanzien, die spezifisch die Faktoren 2a (Thrombin) oder 10a hemmen.
Quelle
- British National Formulary (BNF); NICE Evidence Services. Antikoagulanzien.
Verwandte Seiten
Erstellen Sie ein Konto, um Seitenanmerkungen hinzuzufügen
Fügen Sie dieser Seite Informationen hinzu, die Sie während eines Beratungsgesprächs benötigen, z. B. eine Internetadresse oder eine Telefonnummer. Diese Informationen werden immer angezeigt, wenn Sie diese Seite besuchen