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Olorofim

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Autorenteam

Olorofim ist ein in der Erprobung befindliches, als „First-in-Class“ geltendes orales Antimykotikum (1,2)

  • und zielt auf schwere, invasive Schimmelpilzinfektionen ab, die häufig gegen derzeitige Therapien resistent sind.

Wirkmechanismus

  • hemmt Dihydroorotat-Dehydrogenase (DHODH), ein Schlüsselenzym im Pyrimidin-Syntheseweg von Pilzen
  • hemmt die DNA- und RNA-Synthese, was zum Zelltod führt
  • unterscheidet sich von Azolen (Ergosterolsynthese) und Echinocandinen (Zellwandsynthese), was bedeutet, dass keine Kreuzresistenz besteht

Wirkspektrum

  • hochwirksam gegen Aspergillus-Arten Arten, einschließlich azolresistenter Stämme
  • zeigt eine starke Wirksamkeit gegen schwer zu behandelnde Schimmelpilze wie Lomentospora prolificans und Scedosporium Arten
  • umfasst dimorphe Pilze, darunter Coccidioides immitis
  • besitzt keine Wirkung gegen Hefen wie Candida oder Cryptococcus Arten
  • gegen Mucorales (wie z. B. Rhizopus) sowie Fusarium Arten

Indikationen und Anwendung

  • bestimmt für Patienten mit invasiver Aspergillose oder seltenen Schimmelpilzinfektionen, für die aufgrund von Resistenzen oder Unverträglichkeiten nur begrenzte oder gar keine alternativen Behandlungsmöglichkeiten bestehen
  • sowohl für die intravenöse als auch für die orale Verabreichung formuliert, was eine schrittweise Umstellung auf ambulante Therapie erleichtert
  • erhielt den Status „Breakthrough Therapy“ der FDA; positive Ergebnisse der Phase-3-Studie „OASIS“ wurden Mitte 2026 bekannt gegeben

Wichtige Hinweise für die klinische Praxis

  • Die Identifizierung des Erregers ist vor der Anwendung unerlässlich, da das Präparat gegenüber gängigen Pilzen völlig unwirksam ist Candida Infektionen
  • Eine Überwachung der Leberwerte (LFTs) ist erforderlich, da vorübergehende Erhöhungen auftreten können

Anmerkungen:

  • Studienergebnisse zeigten, dass Olorofim, ein Antimykotikum der ersten Generation, bei Patienten mit begrenzten oder fehlenden Behandlungsmöglichkeiten einen klinischen Erfolg erzielte (klinische Erfolgsrate 75,6 % [95 % KI, 59,7 % bis 87,6 %] am Tag 42, 73,2 % [57,1 % bis 85,8 %] am Tag 84) (3)

Literaturhinweise:

  1. Vanbiervliet Y et al. Überblick über das neuartige Antimykotikum Olorofim (F901318). BMC Infect Dis. 7. November 2024;24(1):1256. doi: 10.1186/s12879-024-10143-3. Erratum in: BMC Infect Dis. 12. Dez. 2024; 24(1):1395.
  2. Maertens JA et al. Olorofim zur Behandlung invasiver Pilzerkrankungen bei Patienten mit wenigen oder gar keinen therapeutischen Optionen: eine einarmige, offene Phase-2b-Studie. Lancet Infect Dis. Nov. 2025; 25(11):1177–1188. doi: 10.1016/S1473-3099(25)00224-5.
  3. Fariba M. Donovan, Royce H. Johnson, Thomas F. Patterson et al. Olorofim zur Behandlung von Patienten mit schlecht kontrollierter disseminierter Kokzidioidomykose: Eine einarmige, offene Phase-2b-Multicenter-Studie. Ann Intern Med. [Epub 21. Juli 2026].

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