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Karotisendarteriektomie bei Patienten mit asymptomatischer Karotisstenose

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Die optimale medikamentöse Therapie bzw. das Risikofaktormanagement ist der erste Schritt bei der Behandlung einer asymptomatischen Karotisstenose. Angesichts des geringen Schlaganfallrisikos bei Patienten mit asymptomatischer Karotisstenose, die eine optimale medikamentöse Therapie erhalten, profitieren die meisten Patienten mit asymptomatischer Karotisstenose nur in begrenztem Maße von karotischen Revaskularisierungsverfahren.

Allerdings besteht bei Patienten mit asymptomatischer Karotisstenose weiterhin ein erhöhtes Risiko für einen zukünftigen Schlaganfall, sodass sie möglicherweise von Revaskularisierungsverfahren profitieren könnten.

Gemäß den Leitlinien der Europäischen Gesellschaft für Gefäßchirurgie sollte eine Karotisendarteriektomie bei Patienten mit einer Stenose von 60 % bis 99 %, einem Operationsrisiko von 3 % oder weniger und einer Lebenserwartung von mehr als 5 Jahren in Betracht gezogen werden, wenn sie ein oder mehrere Merkmale aufweisen, die mit einem erhöhten Schlaganfallrisiko verbunden sind. Zu diesen Merkmalen gehören:

  • das Vorliegen von Mikroembolien im transkraniellen Doppler-Ultraschall
  • Plaque-Echoluzenz im Karotis-Duplex-Ultraschall
  • stille embolische Infarkte im CT oder MRT des Gehirns
  • asymptomatisches Fortschreiten der Karotisstenose
  • eine verminderte zerebrovaskuläre Reserve
  • Zunahme der Größe des juxta-luminalen echoarmen Bereichs
  • Ulzeration der Karotis-Plaque
  • Intraplaque-Blutung im MRT.

Hinweis: Bei ausgewählten Patienten wird auch ein Karotis-Stenting als Alternative zur Karotisendarteriektomie empfohlen.

Referenz

  1. Naylor R et al. Klinische Leitlinien 2023 der Europäischen Gesellschaft für Gefäßchirurgie (ESVS) zur Behandlung atherosklerotischer Erkrankungen der Halsschlag- und Wirbelarterien. Eur J Vasc Endovasc Surg. Jan. 2023;65(1):7–111

 


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