Die eitrige Tenosynovitis der Hand ist eine seltene Erkrankung mit schwerwiegenden Folgen. Der betroffene Finger ist bei passiver Streckung schmerzhaft, in der Bewegung eingeschränkt, in Ruhe gebeugt, geschwollen und schmerzempfindlich beim Abtasten. Die Entzündungsherde können sich auf die volare Seite des Fingers beschränken.
Am häufigsten sind der Zeige-, Mittel- und Ringfinger betroffen. In sehr seltenen Fällen kann eine Infektion des Daumens und des kleinen Fingers zu einer Infektion des radialen und ulnaren Schleimbeutels führen.
Staphylococcus aureus, der durch eine perforierende Wunde eindringt, ist die häufigste Ursache. Frühzeitig erkannt, können Schienung, Hochlagerung und intravenöse Antibiotika ausreichen. Das Antibiotikum der ersten Wahl ist Flucloxacillin bzw. Metronidazol bei Bisswunden.
Eine Operation wird in Betracht gezogen, wenn:
- der Patient sich mehr als 48 Stunden nach Auftreten der Symptome vorstellt
- nach 24 Stunden Antibiotikagabe keine Besserung eintritt
- bei Streckung des Fingers Schmerzen auftreten
Gefährliche Komplikationen sind Nekrosen der Sehne, Verwachsungen und der Verlust der Fingerfunktion.
Verwandte Seiten
Erstellen Sie ein Konto, um Seitenanmerkungen hinzuzufügen
Fügen Sie dieser Seite Informationen hinzu, die Sie während eines Beratungsgesprächs benötigen, z. B. eine Internetadresse oder eine Telefonnummer. Diese Informationen werden immer angezeigt, wenn Sie diese Seite besuchen