Die wichtigste Untersuchungsmethode bei der Madelung-Deformität ist die Röntgenuntersuchung: (1)
- AP-Aufnahme:
- zeigt einen Defekt an der Stelle der distalen Radiusfacette, an der das Mondbein ansetzt
- Die Epiphyse des Radius verjüngt sich auf der ulnaren Seite spitz zulaufend
- möglicherweise ist ein Knochensporn in der Metaphyse zu erkennen
- Der Radius ist im Vergleich zur Ulna kürzer und gebogen
- Die Handwurzel scheint den distalen Radius und die Ulna zu überlappen, da sie subluxiert ist
- bei Chevron-Handwurzel:
- Halbmondbein pyramidenförmig
- Scaphoid-Ring-Zeichen bei Vorwärtsbeugung
- lateral:
- Krümmung des Radius
- Kerbe am distalen Radius, deren Lage vom Ort des abnormen Wachstums abhängt:
- palmar bei der klassischen Madelung-Deformität
- dorsal bei der selteneren umgekehrten Madelung-Deformität
- zentral bei der Chevron-Handwurzel
- Subluxation des Handwurzelknochens
Eine MRT kann bei der Identifizierung von Weichteilanomalien helfen, z. B. eines verkürzten und verdickten Radiolunat- oder Radiotriquetralbandes, das das anomale Vickers-Band bildet. (2)
Literaturhinweis
- Tranmer A, Laub D. Madelung-Deformität. Eplasty. 2016;16:ic34
- Farr S et al. Die Prävalenz des Vickers-Bandes bei der Madelung-Deformität: eine retrospektive multizentrische Studie an 75 Operationsfällen. J Hand Surg Eur Vol. Mai 2021;46(4):384-390
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