Das Vorhandensein einer erhöhten Anzahl weißer Blutkörperchen im Urin wird als Pyurie bezeichnet; die häufigste Ursache hierfür ist eine Harnwegsinfektion.
Mehr als 10 weiße Blutkörperchen pro Kubikmillimeter Mittelstrahlurin gelten als abnormal.
Das Phänomen der sterilen Pyurie bezeichnet das Vorhandensein einer erhöhten Anzahl weißer Blutkörperchen im Urin, der bei Anwendung standardmäßiger Kulturtechniken steril erscheint.
Zusammenfassung:
- Wert der weißen Blutkörperchen im MSU-Ergebnis
- Weiße Blutkörperchen >= 104/ml gelten als Hinweis auf eine Entzündung
- Bei Erwachsenen deutet das Fehlen weißer Blutkörperchen auf keine Entzündung hin und mindert die Aussagekraft der Kultur
- Eine Schwangerschaft ist mit einer physiologischen Pyurie verbunden
- sterile Pyurie
- Bei steriler Pyurie sind Chlamydia trachomatis (insbesondere bei 16–24-Jährigen), andere vaginale Infektionen sowie andere nicht kultivierbare Erreger, einschließlich TB oder Nierenerkrankungen, zu berücksichtigen
Referenz
- Public Health England. Diagnose von Harnwegsinfektionen: Kurzreferenz. Veröffentlicht im Mai 2018 (online)
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