Etwa 90 % der Hüftverrenkungen sind posterior.
Diese Art von Verletzung tritt häufig bei einem Verkehrsunfall auf. In diesem Fall kann der Patient in einem Auto gesessen haben und nach vorne geschleudert worden sein, wobei er mit dem Knie gegen das Armaturenbrett stieß und den Oberschenkelkopf nach oben und hinten drückte, wodurch das Hüftgelenk nach hinten ausgekugelt wurde. Bei dieser Art von Verletzung kann es zu einem gleichzeitigen Bruch der Hüftpfanne und damit zu einer Hüftgelenksverrenkung mit Bruch kommen.
Die hintere Hüftluxation ist selten, wenn überhaupt, eine verborgene Verletzung, da sie starke Schmerzen verursacht und die betroffene Extremität danach weder gehen noch belastet werden kann. Der Patient schildert in der Anamnese in der Regel ein deutliches "Klirren" oder "Ploppen", auf das sofort ein Schmerz folgt.
Die Zeit bis zur Reposition ist entscheidend, denn je länger die Hüfte ausgekugelt ist, desto höher ist das Risiko von Komplikationen, insbesondere von avaskulären Nekrosen in der nativen Hüfte. Die meisten Autoren empfehlen eine Repositionszeit von weniger als 6 Stunden, wobei es einige Hinweise darauf gibt, dass eine Zeit von weniger als 12 Stunden kritisch sein könnte; unabhängig davon steigt die Rate an Sekundärkomplikationen mit zunehmender Zeit bis zur Reposition dramatisch an. (2)
Referenz
- Dawson-Amoah K, Raszewski J, Duplantier N, Waddell BS. Luxation der Hüfte: Ein Überblick über Arten, Ursachen und Behandlung. Ochsner J. 2018 Fall;18(3):242-252
- Soong M, Rubash HE, Macaulay W. Dislocation after total hip arthroplasty. J Am Acad Orthop Surg. 2004 Sep-Oct;12(5):314-21
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