Bei einem Patienten mit Lungenentzündung, der nicht auf Antibiotika anspricht oder der nach dem ersten Ansprechen auf Antibiotika Fieber entwickelt, sollte man ein Empyem vermuten.
Zu den klinischen Merkmalen von Empyemen gehören: (1,2)
- hohes, schwankendes Fieber
- Nachtschweiß
- Schmerzen in der Brust
- die klinische Untersuchung zeigt Anzeichen eines Pleuraergusses
Wenn der Zustand chronisch wird, kann der Patient folgende Symptome entwickeln
- Klumpenbildung
- Gewichtsverlust
- Anämie
- klinische Anzeichen einer ausgedehnten Pleuraverdickung
- Im Spätstadium des Empyems verdickt sich das Rippenfell und es bildet sich über einen Zeitraum von etwa 8 Wochen eine unelastische Membran, die als Pleura-"Kortex" (auch "Schale" oder "Schwarte" genannt) bezeichnet wird. Dieser Kortex haftet an der Lunge und kann die Ausdehnung der Lunge und die Bewegung der Brustwand einschränken.
Diese klinischen Anzeichen sind nicht immer vorhanden. Bei älteren Menschen können die systemischen Anzeichen einer Infektion fehlen.
Anmerkung:
- In seltenen Fällen kann infizierte Pleuraflüssigkeit spontan durch die Brustwand austreten.
- Die Patienten können Symptome aufweisen, die auf eine zugrunde liegende Ursache des Empyems hindeuten (z. B. können atypische Brustschmerzen und Erbrechen auf eine Ruptur der Speiseröhre hinweisen).
Referenz:
- Paul M. Parapneumonische Pleuraergüsse und Empyema Thoracis. Treasure Island (FL): StatPearls Publishing (https://www.statpearls.com/); 2025 Jan
- Rahman NM, Davies RJO. Effusionen bei Infektionen: parapneumonischer Erguss und Empyem. In: Light RW, Lee YCG, eds. Textbook of Pleural Disease. 2nd ed. London: Hodder & Stoughton; 2008:341-66.