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Esketamin bei behandlungsresistenter Depression

Übersetzt aus dem Englischen. Original anzeigen.

Autorenteam

Als behandlungsresistente Depression (TRD) wird eine schwere depressive Störung bezeichnet, bei der eine Person trotz der Einnahme von mindestens zwei verschiedenen Antidepressiva in angemessener Dosierung und über einen ausreichenden Zeitraum keine ausreichende Reaktion erzielt (1):

  • Es gibt zwar keine allgemein anerkannte Definition für eine angemessene Dosierung und Behandlungsdauer, doch wird eine TRD im Allgemeinen diagnostiziert, wenn ein Patient nach vier Wochen optimaler Behandlung mit mindestens zwei verschiedenen verschriebenen Antidepressiva eine Verbesserung der depressiven Symptome um weniger als 50 % aufweist.

Esketamin bei TRD (1)

  • Esketamin ist das S-Enantiomer von Ketamin
  • übt seine antidepressive Wirkung in erster Linie durch einen nicht-selektiven, nicht-kompetitiven Antagonismus der NMDA-Rezeptoren aus, einem Subtyp der ionotropen Glutamatrezeptoren
    • Durch die Blockade dieser Rezeptoren löst Esketamin indirekt einen vorübergehenden Anstieg des Glutamatspiegels aus, der wiederum die α-Amino-3-hydroxy-5-methyl-4-isoxazolpropionsäure (AMPA)-Rezeptoren stimuliert
      • Diese Kaskade verstärkt die neurotrophen Signale und fördert die Synaptogenese in den Gehirnregionen, die für die Stimmungsregulierung und die emotionale Verarbeitung zuständig sind.
    • Esketamin stellt vermutlich auch die dopaminerge Aktivität in motivations- und belohnungsbezogenen Gehirnkreisen wieder her und trägt so zu seiner raschen therapeutischen Wirkung bei, z. B. zur Linderung von Anhedonie
    • Der schnelle Wirkungseintritt von Esketamin könnte auch mit der Aktivierung des mTORC1-Signalwegs (mammalian target of rapamycin complex 1) zusammenhängen, der eine Schlüsselrolle bei der Proteinsynthese spielt und die Produktion des neurotrophen Faktors (BDNF) unterstützt, wodurch die synaptische Konnektivität und Plastizität weiter verbessert werden.
  • 2019 hat die US-amerikanische Gesundheitsbehörde Food and Drug Administration Esketamin-Nasenspray in Verbindung mit einem oralen Antidepressivum für Patienten mit TRD zugelassen.
  • Eine systematische Übersichtsarbeit aus dem Jahr 2025 kam zu dem Schluss: "Trotz vielversprechender Ergebnisse ist die verfügbare Evidenz für eine Esketamin-Monotherapie bei TRD weiterhin begrenzt." (1)
  • Die Wirksamkeit von Esketamin-Nasenspray, das als Monotherapie bei Patienten mit TRD verabreicht wird, wurde in einer Studie von Janik et al:
    • Die Autoren der Studie kamen zu dem Schluss, dass "... eine Esketamin-Monotherapie die Behandlungsmöglichkeiten für erwachsene Patienten mit TRD erweitern könnte, indem sie einen ungedeckten Bedarf von Patienten deckt, die Probleme mit der Verträglichkeit der Behandlung haben und nicht auf orale Antidepressiva ansprechen..."
  • In einer Übersichtsarbeit wurde festgestellt, dass "...(Es)ketamin für ausgewählte Patienten geeignet sein kann, bei denen ein rascher Nutzen im Vordergrund steht und die Versorgungsinfrastruktur eine sichere Verabreichung und Überwachung ermöglicht..." (3)

Referenz:

  1. Bhavya, Shetty S, Sadasivam B. A New Era for Esketamine in Managing Treatment-Resistant Depression: A Systematic Review of Its Use From Adjunct to First-Line Therapy. Cureus. 2025 Sep 8;17(9):e91829.
  2. Janik A et al. Esketamine Monotherapy in Adults With Treatment-Resistant Depression: Eine randomisierte klinische Studie. JAMA Psychiatry. 2025 Sep 1;82(9):877-887.
  3. Strawbridge R, Nikolova VL, Browning M, et al. Pharmakologische Augmentation für Menschen mit behandlungsresistenten Depressionen. Britische Zeitschrift für Psychiatrie. Online veröffentlicht 2026:1-2.

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