Die Somatisierungsstörung ist ein spezifisches Syndrom, das durch Folgendes gekennzeichnet ist: (1)
- mehreren somatischen Beschwerden
- keine organische Pathologie
- keiner autonomen Übererregung
- Symptomen, die seit mehreren Jahren bestehen
Eine Somatisierungsstörung tritt in der Regel vor dem 30. Lebensjahr auf. Danach verläuft sie chronisch mit wiederholten Rückfällen der Symptome.
Das Syndrom wird auch als multiple Somatisierungsstörung, St. Louis-Hysterie und Briquet-Syndrom bezeichnet.
Das Syndrom wurde von einer Gruppe in St. Louis, USA, nach Briquet benannt. Briquet war ein französischer Arzt, der 1859 eine einflussreiche Monografie über Hysterie verfasste.
Behandlung
- Eine medikamentöse Therapie mit Serotonin-Wiederaufnahmehemmern scheint bei Patienten mit dem obsessiven Cluster somatoformer Störungen wirksam zu sein (2)
- Die kognitive Verhaltenstherapie kann bei Patienten mit Somatisierungsstörung von Nutzen sein (3)
Literaturhinweis:
- Kurlansik SL, Maffei MS. Somatische Symptomstörung. Am Fam Physician. 01. Januar 2016;93(1):49–54
- Kleinstäuber M, Witthöft M, Steffanowski A, van Marwijk H, Hiller W, Lambert MJ. Pharmakologische Interventionen bei somatoformen Störungen bei Erwachsenen. Cochrane Database Syst Rev. 07. November 2014;2014(11):CD010628.
- Allen LA, Woolfolk RL, Escobar JI, Gara MA, Hamer RM. Kognitive Verhaltenstherapie bei Somatisierungsstörung: eine randomisierte kontrollierte Studie. Arch Intern Med. 24. Juli 2006;166(14):1512–8.
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