Für eine genaue Diagnose von Hüftgelenkspfannenfrakturen sind vier Aufnahmen des Beckens erforderlich:
- Standard-Anteroposterior-Aufnahme
- zwei 45-Grad-Schrägansichten, um die vordere und hintere Säule deutlich darzustellen
Das Aufkommen von CT-Untersuchungen hat die Diagnose und Klassifizierung von Acetabulumfrakturen erheblich vereinfacht. Axiale CT-Bilder sind bei der Beurteilung der folgenden Aspekte bei Acetabulumfrakturen den einfachen Röntgenaufnahmen überlegen: (1)
Ausmaß und Lage von Acetabulumwandfrakturen
Vorhandensein intraartikulärer Fragmente
Die Ausrichtung der Frakturlinien
Identifizierung zusätzlicher Bruchlinien
Rotation der Frakturfragmente
Der Zustand des hinteren Beckenrings
Randimpaktion.
2D-Bilder eignen sich besser für die Beurteilung der Frakturmuster, während die 3D-Bildgebung weniger erfahrenen Chirurgen helfen kann.(1)
Hinweis: Zur Beurteilung der Hüftstabilität können auch dynamische Belastungsröntgenaufnahmen angefertigt werden, in der Regel bei einer Fraktur-Luxation, die die hintere Wand betrifft. Der Patient liegt in Rückenlage mit gestreckter Hüfte und neutraler Rotation, dann wird die Hüfte auf 90 Grad gebeugt und während der Anfertigung von Röntgenaufnahmen wird manuelle Kraft ausgeübt. Jeder Hinweis auf eine Hüftsubluxation deutet auf eine Hüftinstabilität hin. (2)
Referenz
- O'Toole RV et al. Evaluation of computed tomography for determining the diagnosis of acetabular fractures. J Orthop Trauma. Mai 2010;24(5):284-90.
- Moed BR, Ajibade DA, Israel H. Computertomographie als Prädiktor für den Stabilitätsstatus der Hüfte bei Frakturen der hinteren Acetabulumwand. J Orthop Trauma. Jan. 2009;23(1):7-15.
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