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Klassifizierung des Retinoblastoms

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Autorenteam

Das Retinoblastom kann sein:

  • familiär oder sporadisch
    • etwa 94 % der neu diagnostizierten Retinoblatome sind sporadisch (ohne familiäre Vorbelastung)
    • die restlichen 6% sind familiär bedingt
  • bilateral oder unilateral
    • bei 70-75 % der Patienten ist die Erkrankung einseitig, bei den übrigen beidseitig
  • vererbbar oder nicht vererbbar
    • etwa 40-50 % der Fälle sind erblich bedingt
      • resultiert aus Keimbahnmutationen, bei denen es sich entweder um eine neu auftretende Keimbahnmutation (negative Familienanamnese) oder um eine Mutation handeln kann, die als autosomales Merkmal übertragen wird (1,2)
      • wird typischerweise autosomal dominant vererbt (2)
      • kann sich als unilaterale oder bilaterale Erkrankung manifestieren (1)
    • 50-60% sind nicht vererbbar (1)
      • tritt sekundär zu somatischen Mutationen auf (2)
      • der Tumor manifestiert sich immer als unilaterale Erkrankung (1)

Alle drei Klassifizierungsschemata sind miteinander verknüpft (1).

  • bilaterale und familiäre Retinoblastome sind das Ergebnis einer Keimbahnmutation und werden daher als erbliche Tumoren betrachtet (3)
  • Die unilaterale sporadische Erkrankung wird in der Regel nicht als erblich bedingt angesehen.
    • etwa 10-15 % der unilateralen sporadischen Fälle weisen eine Keimbahnmutation auf, während die übrigen Fälle durch somatische Mutationen verursacht werden (1,3)

Referenz:


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