Die Fibroadenose oder fibrozystische Erkrankung ist die häufigste Ursache für Knoten in der Brust bei Frauen im gebärfähigen Alter. Die höchste Inzidenz wird im Alter zwischen 35 und 50 Jahren verzeichnet. Vor dem 25. Lebensjahr tritt sie selten auf.
Der Begriff umfasst ein Spektrum histologischer Veränderungen und kann viele Patientinnen einschließen, bei denen klinisch zystische Läsionen oder mammographisch festgestellte sklerotische Brustläsionen vorliegen, wie an anderer Stelle erläutert.
Histologisch ist die Erkrankung durch eine übermäßige Vermehrung sowohl des fibrösen Stromas als auch der epithelialen Elemente, d. h. der Milchgänge und Läppchen, in unterschiedlichen Anteilen gekennzeichnet. Diese Veränderungen können als Abweichungen von der normalen Brustinvolution betrachtet werden und sind nicht Teil eines Krankheitsprozesses. Die Erkrankung kann auf eine gestörte oder unausgewogene Reaktion auf endogene Sexualhormone zurückzuführen sein.
Nur in den Fällen, in denen eine ausgeprägte epitheliale Hyperplasie – eine Epitheliose – vorliegt, wird davon ausgegangen, dass das Risiko für ein Brustkarzinom erhöht ist.
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