Im Rahmen einer europaweiten Überprüfung der Sicherheitsdaten zu Domperidon wurde ein Zusammenhang zwischen Domperidon und Episoden schwerer Hypertonie bei Patienten mit Phäochromozytom festgestellt, nachdem eine geringe Anzahl von Berichten über dieses Ereignis eingegangen war (1).
Die MHRA hat folgende Leitlinien herausgegeben:
Hinweise für medizinisches Fachpersonal:
- Es liegen eine geringe Anzahl von Berichten über schwere Hypertonie-Episoden bei Patienten mit Phäochromozytom (einem seltenen Tumor der Nebenniere) nach Verabreichung von Domperidon vor
- Domperidon ist nun bei Patienten mit bestätigtem oder vermutetem Phäochromozytom kontraindiziert
- Patienten mit bestätigtem oder vermutetem Phäochromozytom sollten die Einnahme von Domperidon unverzüglich einstellen und auf eine alternative Behandlung umgestellt werden
- Beachten Sie, dass die Verabreichung von Domperidon ein Phäochromozytom aufdecken kann. Wenn bei einem Patienten, der Domperidon einnimmt, ein schwerwiegender Bluthochdruck auftritt, sollten weitere Untersuchungen auf ein Phäochromozytom in Betracht gezogen werden
- Domperidon sollte in der niedrigsten wirksamen Dosis über einen möglichst kurzen Zeitraum angewendet werden; die maximale Behandlungsdauer sollte in der Regel 1 Woche nicht überschreiten
- Bei Patienten in der Palliativversorgung sollte in Absprache mit dem Patienten eine individuelle Nutzen-Risiko-Abwägung hinsichtlich der Behandlung vorgenommen werden
- Melden Sie vermutete unerwünschte Arzneimittelwirkungen im Zusammenhang mit Domperidon über das „Yellow Card“-System
Quelle:
- MHRA Drug Safety Update, Band 19, Ausgabe 12: Juli 2026: 2.
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