Bei Verdacht auf eine chronische Cholezystitis sind, sofern das klinische Bild für eine Gallenblasenerkrankung charakteristisch ist, außer einer Ultraschalluntersuchung zur Bestätigung des Vorliegens von Gallensteinen keine besonderen Untersuchungen erforderlich. Ein weniger eindeutiges Krankheitsbild kann umfangreichere Untersuchungen erforderlich machen, z. B. eine Endoskopie des oberen Gastrointestinaltrakts, die Bestimmung der Serumamylase usw.
Die Behandlung der Wahl ist eine Cholezystektomie. Die Patienten werden vor der Operation häufig auf eine fettarme Diät gesetzt. Dies kann zwei Effekte haben: Linderung der Symptome – vermutlich aufgrund der Beseitigung des Reizes für die Gallenblasenkontraktion – und, falls erforderlich, die Erleichterung der Gewichtsabnahme.
Hinweis: Patienten, die nicht für eine Operation in Frage kommen oder eine Operation ablehnen, können engmaschig beobachtet und konservativ behandelt werden. Bei Patienten mit symptomatischer Cholelithiasis hat sich gezeigt, dass die Anwendung von Ursodeoxycholsäure die Häufigkeit von Gallenkoliken und akuter Cholezystitis verringert, obwohl die Evidenz für ihre Rolle bei chronischer Cholezystitis begrenzt ist. (2)
Referenz
- Elwood DR. Cholezystitis. Surg Clin North Am. 2008;88(6):1241-52
- Guarino MP et al. Ursodeoxycholsäure-Therapie bei Gallenblasenerkrankungen, eine noch nicht abgeschlossene Geschichte. World J Gastroenterol. 21. August 2013;19(31):5029-34.
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