Zu den volumenbildenden Abführmitteln gehören:
- Kleie
- Ispaghula-Schalen
- Methylcellulose
- Sterculia-Granulat
Volumenbildende Abführmittel:
- verringern nachweislich Bauchschmerzen und verbessern die Stuhlkonsistenz
- Ballastmittel sind nur erforderlich, wenn die Ballaststoffzufuhr nicht ausreichend gesteigert werden kann – ein wirksames ballastbildendes Mittel ist unverarbeitete Weizenkleie (zusammen mit einer Mahlzeit oder Fruchtsaft eingenommen)
- Sie sind nicht zur akuten Linderung geeignet, da es mehrere Tage dauern kann, bis sie wirken, stellen jedoch eine gute Option für die langfristige Behandlung dar
- Volumenbildende Mittel erhöhen das Stuhlvolumen. Das erhöhte Stuhlvolumen regt dann die Peristaltik an. Um einen Darmverschluss zu vermeiden, muss die Flüssigkeitszufuhr unbedingt aufrechterhalten werden
- Bei der Anwendung von volumenbildenden Abführmitteln ist es unerlässlich, ausreichende Mengen an Flüssigkeit zu trinken, um einen Darmverschluss zu vermeiden.
- Blähungen und ein aufgeblähter Bauch sind die häufigsten Nebenwirkungen.
Stuhlquellmittel sind bei Patienten mit bestehendem Darmverschluss oder Stuhlverstopfung kontraindiziert und werden bei opioidbedingter Verstopfung nicht empfohlen.
Literaturhinweis
- Krogh K, Chiarioni G, Whitehead W; Behandlung chronischer Verstopfung bei Erwachsenen. United European Gastroenterol J. Juni 2017; 5(4):465–472.
- NICE. Verstopfung bei Kindern und Jugendlichen: Diagnose und Behandlung. Klinische Leitlinie CG99. Veröffentlicht im Mai 2010, zuletzt aktualisiert im Juli 2017
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