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Diagnose der Polyzythämie vera

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Autorenteam

Polycythaemia vera ist ein myeloproliferatives Neoplasma, das bekanntermaßen mit einer dysregulierten Signalübertragung der Janus-assoziierten Kinasen JAK1 und JAK2 einhergeht.

Empfohlene Diagnosekriterien für PV


JAK2-positive Polycythaemia vera (erfordert beide Kriterien)

  • A1 Hoher Hämatokrit (> 0,52 bei Männern, > 0,48 bei Frauen) ODER erhöhte Erythrozytenmasse (>25 % über dem vorhergesagten Wert)
  • A2 Mutation in JAK2

JAK2-negative Polycythaemia vera (erfordert A1- A4 plus ein weiteres A- oder zwei B-Kriterien) *

  • A1 Erhöhte Erythrozytenmasse (>25% über dem vorhergesagten Wert) ODER Hämatokrit >=0,60 bei Männern, >=0,56 bei Frauen
  • A2 Fehlen einer Mutation in JAK2
  • A3 Keine Ursache für sekundäre Erythrozytose
  • A4 Knochenmarkshistologie im Einklang mit Polycythaemia vera
  • A5 Palpable Splenomegalie
  • A6 Vorhandensein einer erworbenen genetischen Anomalie (außer BCR-ABL1) in den blutbildenden Zellen
  • B1 Thrombozytose (Thrombozytenzahl >450 x 10^9/l)
  • B2 Neutrophilen-Leukozytose (Neutrophilenzahl >10 x 10^9/l bei Nichtrauchern, >=12,5 x 10^9/l bei Rauchern)
  • B3 Radiologischer Nachweis einer Splenomegalie
  • B4 Niedriges Serum-Erythropoietin

*Dies ist eine sehr seltene klinische Entität

Referenz:

McMullin MF et al. A guideline for the diagnosis and management of polycythaemia vera. A British Society for Haematology Guideline.British Journal of Haematology, 2019, 184, 176-191


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