Die Behandlung erfolgt durch:
- Verabreichung des entsprechenden Faktors
- Anlegen einer abnehmbaren Schiene
- Beginn einer leichten passiven Bewegung innerhalb von 48 Stunden nach der Blutung
Das Gelenk wird wegen des Infektionsrisikos nicht aspiriert.*
Bei Hämophilen, die eine akute Hämarthrose haben, sind besondere Behandlungsmaßnahmen erforderlich. Bei den ersten Anzeichen einer Gelenkblutung - einschließlich der Prodromalphase mit Steifheit oder Kribbeln vor dem Auftreten von Schmerzen und Schwellungen - sollte umgehend ein Gerinnungsfaktorersatz verabreicht werden, am besten innerhalb von 2 Stunden nach Feststellung der Blutung. Bei Blutungen in der Hüfte, in den Zielgelenken oder bei traumabedingter Hämarthrose werden höhere Faktoraktivitätswerte von 80 % bis 100 % empfohlen. (1)
*Eine Arthrozentese ist bei der Diagnose von Gelenkblutungen bei Patienten mit bekannter Hämophilie im Allgemeinen nicht erforderlich. Wenn sie erforderlich ist, um eine septische Arthritis auszuschließen oder den Druck durch angesammeltes Blut zu lindern, sollte sie erst durchgeführt werden, nachdem durch die Faktorsubstitution die spezifischen Faktorkonzentrationen erhöht wurden. (2)
Referenz
- Srivastava A, Santagostino E, Dougall A, et al. WFH guidelines for the management of hemophilia, 3. Haemophilia. 2020 Aug;26 Suppl 6:1-158.
- De la Corte-Rodriguez H et al. Accelerating recovery from acute hemarthrosis in patients with hemophilia: the role of joint aspiration. Blood Coagul Fibrinolysis. 2019 Apr;30(3):111-119
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