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Überweisungskriterien von der Primärversorgung - Proteinurie

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Autorenteam

  • Im Allgemeinen ist eine Überweisung an einen Nephrologen angezeigt, wenn eine signifikante Proteinurie (Protein:Kreatinin-Verhältnis > 100 mg/mmol) vorliegt.
    • Eine Proteinurie > 50 mg/mmol kann jedoch signifikant sein, wenn andere Merkmale einer Nierenerkrankung vorliegen (z. B. Beeinträchtigung der Nierenfunktion, gleichzeitig bestehende mikroskopische Hämaturie, Bluthochdruck, Merkmale, die auf eine systemische Grunderkrankung hinweisen) (1)
    • Andere Leitlinien empfehlen eine Überweisung bei einem Protein-Kreatinin-Verhältnis von >100 mg/mmol oder >45 mg/mmol bei gleichzeitig bestehender mikroskopischer Hämaturie oder geschätzter GFR <60 ml/min (2)
      • Wenn das Protein-Kreatinin-Verhältnis <= 45 mg/mmol ist, wird der Patient als chronische Nierenerkrankung (CKD) behandelt, je nach Stadium
    • Wenn ein Patient zur nephrologischen Untersuchung überwiesen wird, sollten weitere Untersuchungen wie Nierenultraschall, Immunologie (Serum- und Urinproteinelektrophorese, antinukleäre Antikörper, antineutrophile zytoplasmatische Antikörper, Komplemente) und Hepatitis-B- und -C-Serologie in Betracht gezogen werden.

Referenz:

  1. Haynes J, Haynes R. Proteinurie. BMJ 2006; 332:284.
  2. http://www.renal.org/

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