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Levodopa und Dopamin-Decarboxylase-Hemmer

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Autorenteam

Levo-DOPA (L-DOPA) ist eine Vorstufe von Dopamin. Dopamin selbst passiert die Blut-Hirn-Schranke nicht und ist daher als Medikament unwirksam. L-DOPA gelangt hingegen ins Gehirn und wird im Striatum in Dopamin umgewandelt.

L-DOPA wird in der Regel in Kombination mit einem Dopamin-Decarboxylase-Hemmer verabreicht. Da der Hemmer die Blut-Hirn-Schranke nicht überwindet, werden die Nebenwirkungen der peripheren Dopaminproduktion, wie beispielsweise Übelkeit, verringert, während die zentralen Wirkungen von L-DOPA verstärkt werden.

Laut NICE lässt sich keine universelle medikamentöse Erstlinientherapie für Menschen mit Parkinson im Frühstadium (PD) festlegen. Eine mögliche Erstlinientherapie ist die Levodopa-Therapie (2)

  • Die Levodopa-Dosis sollte so niedrig wie möglich gehalten werden, um eine gute Funktionsfähigkeit aufrechtzuerhalten und so die Entwicklung motorischer Komplikationen zu verringern
  • Levodopa-Präparate mit modifizierter Freisetzung können zur Verringerung motorischer Komplikationen bei Menschen mit fortgeschrittener PD eingesetzt werden, sollten jedoch nicht als Medikamente der ersten Wahl dienen

Levodopa in Kombination mit einem peripheren Hemmer der aromatischen L-Aminosäure-Decarboxylase wie Carbidopa ist die wirksamste symptomatische Behandlung der Parkinson-Krankheit; mit fortschreitender Parkinson-Erkrankung reichen orale Medikamente jedoch aufgrund eines sich zunehmend verengenden therapeutischen Fensters nicht mehr aus, um die Symptome ausreichend zu kontrollieren (3).

Foslevodopa/Foscarbidopa ist eine Formulierung aus LD/CD-Phosphat-Prodrugs (3)

  • Durch die Bildung von Prodrugs aus Levodopa und Carbidopa wird die Löslichkeit um das >100-Fache erhöht, was eine hochkonzentrierte Foslevodopa/Foscarbidopa-Lösung ermöglicht und deren Verabreichung über eine minimalinvasive subkutane (SC) Infusion erlaubt
  • Nach der Verabreichung in den Körper wird Foslevodopa/Foscarbidopa durch alkalische Phosphatasen schnell und fast vollständig zu Levodopa/Carbidopa metabolisiert
  • Durch die kontinuierliche subkutane Infusion (CSCI) von Foslevodopa/Foscarbidopa allein lassen sich hohe, anhaltende und im Steady State liegende therapeutische Plasmaspiegel erreichen

Quelle:

  1. Internationale Gesellschaft für Parkinson und Bewegungsstörungen (IPMDS). MDS-Positionspapier: Diagnose der Parkinson-Krankheit. März 2023 [Internetveröffentlichung].
  2. NICE. Parkinson-Krankheit bei Erwachsenen. NICE-Leitlinie NG71. Veröffentlicht im Juli 2017
  3. Rosebraugh M, Liu W, Neenan M, Facheris MF. Foslevodopa/Foscarbidopa wird gut vertragen und sorgt nach subkutaner Infusion für eine stabile Levodopa- und Carbidopa-Exposition. J Parkinsons Dis. 2021;11(4):1695–1702.

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