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Operative Techniken

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Die Operationstechniken bei Klinodaktylie sind vielfältig und hängen von der Ätiologie, dem Ausmaß der Deformität und der Beteiligung des Weichgewebes ab. Dazu gehören: (1)

  • die Resektion oder Epiphysolyse der Delta-Phalanx:
    • sofern bei komplizierter Syndaktylie vorliegend
    • Bei frühzeitiger Durchführung (vor dem 6. Lebensjahr) kann die Zerstörung der einengenden konvexen Seite ein ungehindertes Wachstum der kontralateralen Seite ermöglichen; gelegentlich kann dies dazu führen, dass sich die Position des Fingers entlang der Längsachse im Laufe des weiteren Wachstums normalisiert
    • es muss darauf geachtet werden, den horizontalen Teil der Wachstumsfuge nicht zu beschädigen, um ein weiteres Wachstum zu ermöglichen
    • Es wurde ein modifiziertes Verfahren beschrieben, bei dem nach der Epiphysolyse die Enden der geteilten Wachstumsfuge mit einem Fetttransplantat abgedeckt werden; dieses Verfahren wird als „Vicker-Physiolyse“ bezeichnet. Die Ergebnisse der Vicker-Physiolyse haben sich im Vergleich zur Osteotomie bei Patienten mit anfänglichen Deformitäten von weniger als 55 Grad als wirksam erwiesen und führen im Vergleich zur alleinigen Osteotomie zu weniger Revisionsoperationen. (2)
  • Schließkeilosteotomie:
    • wird bei einfacher Klinodaktylie angewendet
    • Wird angewendet, wenn die Phalanxlänge normal ist
    • Über einen mittel-lateralen Zugang wird mit einer Rongeur-Zange oder einer oszillierenden Säge ein Knochenkeil von der konvexen Seite der Mittelphalanx entfernt
    • Ein longitudinaler K-Draht durch die distale Phalanx dient dazu, die Osteotomiestelle in einer stabilen Position zu halten, und kann durch einen schrägen K-Draht verstärkt werden
  • Öffnungskeil-Osteotomie und Knochentransplantation:
    • indiziert bei einem abgewinkelten und relativ kurzen Finger, bei dem eine schließende Keilosteotomie zu einer übermäßigen Verkürzung führen würde
    • Es wird ein Schnitt an der konkaven Seite des Knochens vorgenommen und ein Knochentransplantat eingesetzt, um den Finger zu verlängern und zu begradigen; auch hier wird ein K-Draht verwendet, um die Position vorübergehend zu sichern
    • Häufig besteht bei solchen Fingern auf der konkaven Seite ein Hautdefizit, weshalb ein Verlängerungsverfahren mittels Z-Plastik erforderlich sein kann, um die einengenden Auswirkungen des Weichgewebes auf dieser Seite zu verhindern
    • schwieriger präzise durchzuführen als eine schließende Keilosteotomie
  • Umgekehrte Keilosteotomie:
    • Ein Knochenkeil aus der längeren, konvexen Kortikalis wird um die gewünschte Längsachse des Fingers gedreht und auf der kontralateralen Seite eingesetzt
    • Neigt zu einer frühen Verknöcherung des Transplantats mit Wachstumsstillstand

Literaturhinweis

  1. Goldfarb CA, Wall LB. Osteotomie bei Klinodaktylie. J Hand Surg Am. Juni 2015;40(6):1220-4.
  2. Gillis JA et al. Vergleich der Vickers-Physiolyse mit der Osteotomie zur primären Korrektur der Klinodaktylie. Hand (N Y). Juli 2020;15(4):472–479

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