Klinodaktylie wird wahrscheinlich zu selten gemeldet, da sie oft als normale Variante angesehen wird. Schätzungen zur Inzidenz reichen von 1 bis 20 %, und die Erkrankung scheint familiär zu sein, mit einem autosomal-dominanten Vererbungsmuster, variabler Expressivität und unvollständiger Penetranz. Allerdings sind sowohl sporadische Fälle als auch Fälle mit syndromaler Assoziation ebenfalls häufig. Männer sind häufiger betroffen.
Am häufigsten ist der kleine Finger betroffen, und in den meisten Fällen sind beide Seiten betroffen.
Klinodaktylie ist oft bereits bei Neugeborenen vorhanden; typischerweise tritt sie jedoch erst in späteren Kindheitsjahren in Erscheinung, da die Deformität mit zunehmendem Längenwachstum deutlicher sichtbar wird.
Literaturhinweis
- Duran A, Dindar T, Bas S. Angeborene familiäre Klinodaktylie des Zeigefingers mit proximalen Delta-Phalangen und ulnarer Abweichung. J Hand Microsurg. April 2017; 9(1):39–40
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