Unter Klinodaktylie versteht man eine angeborene Krümmung eines Fingers distal zum Metakarpophalangealgelenk in der Koronalebene. Krümmungen mit einer Winkelabweichung von weniger als 10 Grad können als normale physiologische Variante angesehen werden, doch liegt eine Klinodaktylie vor, wenn die koronale Winkelabweichung des betroffenen Fingers größer als 10 Grad ist.
Diese abnorme Form führt zu einem asymmetrischen Längswachstum in einer Richtung, die von der normalen Längsachse des Fingers abweicht, was zu einer sichtbaren Krümmung des Fingers führt.
Am häufigsten tritt sie auf Höhe der Mittel- oder Endphalanx des kleinen Fingers auf, wo die Abweichung meist in radialer Richtung verläuft.
Im Allgemeinen ist eine chirurgische Behandlung progressiven Deformitäten vorbehalten oder erfolgt gelegentlich aus kosmetischen Gründen.
Literaturhinweis
- Goldfarb CA, Wall LB. Osteotomie bei Klinodaktylie. J Hand Surg Am. Juni 2015;40(6):1220-4.
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