Die wichtigste Untersuchungsmethode bei der Klinodaktylie ist die Röntgenuntersuchung. Diese gibt Aufschluss über die Ausrichtung und die knöcherne Beschaffenheit des betroffenen Fingers. Die Oberfläche des distalen Interphalangealgelenks ist typischerweise radial geneigt, wobei die Ursache hierfür in der Mittelphalanx der Finger oder in der Proximalphalanx des Daumens zu suchen ist. Diese letzteren Knochen weisen häufig eine Delta-Phalanx , das die Phalanx in Längsrichtung umschließt und so eine „C“-Form ergibt. Im Allgemeinen ist dies erst nach Beginn der Ossifikation zu erkennen, und es kann erforderlich sein, wiederholte Röntgenaufnahmen anzufertigen, wenn das Kind im Säuglingsalter vorgestellt wird. Alternativ kann eine Magnetresonanztomographie die abnormale Epiphyse bereits in einem frühen Stadium aufzeigen.
Literaturhinweis
- David A. et al. Isolierte und syndromale Brachydaktylien: Diagnostischer Wert von Röntgenaufnahmen der Hand. Diagnostic and Interventional Imaging. Band 96, Ausgabe 5, Mai 2015, Seiten 443–448.
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