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Orales Vitamin K für Neugeborene

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Autorenteam

  • Es gibt Hinweise darauf, dass Konakion MM (ein zugelassenes orales Vitamin-K-Präparat zur Prophylaxe hämorrhagischer Erkrankungen bei Neugeborenen) wahrscheinlich ebenso wirksam ist wie das intramuskuläre Präparat.
  • 156 Säuglinge wurden in die Studie aufgenommen.
  • Die Säuglinge erhielten nach dem Zufallsprinzip entweder eine Dosis von 1 mg intramuskulärem Vitamin K1 oder orale Dosen von Konakion MM bei der Geburt und erneut nach 7 und 30 Tagen.
  • Blutproben wurden bei der Geburt, nach 14 Tagen, nach 30 Tagen und nach 56 Tagen entnommen. Es gab keinen Unterschied zwischen den Prothrombinzeiten der beiden Gruppen. Die Gruppe mit den oralen Medikamenten wies nach 14 und 56 Tagen etwas höhere Vitamin-K-Werte auf.

In Bezug auf die Anwendung von Vitamin K bei Frühgeborenen:

  • Frühgeborene können durch eine unzureichende oder übermäßige Vitamin-K-Prophylaxe besonders gefährdet sein
    • Eine Studie (2) ergab, dass eine intramuskulär verabreichte Vitamin-K-Prophylaxe (Vitamin K1) mit 0,2 mg einen angemessenen Vitamin-K-Status bei Frühgeborenen bis zu einem mittleren Alter von 25 postnatalen Tagen aufrechterhielt. Diese Vitamin-K1-Dosis führte auch nicht zu einer frühen Akkumulation von Vitamin-K1-2,3-Epoxid (dem Epoxid-Metaboliten von Vitamin K1)
    • Im Gegensatz dazu führten 0,2 mg, die intravenös verabreicht wurden, und 0,5 mg, die intramuskulär verabreicht wurden, zu einer Anhäufung von Vitamin K1 2,3-Epoxid, was möglicherweise auf eine Überlastung der unreifen Leber hinweist
    • Die Autoren schlagen vor, dass gestillte Frühgeborene, denen eine 0,2-mg-Dosis zur Prophylaxe verabreicht wurde, zum Schutz vor späten Vitamin-K1-Mangelblutungen eine zusätzliche Supplementierung erhalten sollten, wenn das Stillen etabliert ist.

Referenz:

  1. Arch Dis Child 1998;79: 300-5.
  2. Clarke P et al. Vitamin-K-Prophylaxe für Frühgeborene: eine randomisierte, kontrollierte Studie mit 3 Therapien. Pediatrics. 2006 Dec;118(6):e1657-66

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