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Ätiologie und Pathogenese

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Autorenteam

Eine genetische Prädisposition ist aufgrund von Zwillings- und genomweiten Linkage-Studien wahrscheinlich.

  • Zwillingsstudien, die die Zwangsstörung mit einer zwanghaften Persönlichkeit in Verbindung bringen, zeigen Konkordanzraten von 87 % bei eineiigen Zwillingen und 47 % bei zweieiigen Zwillingen.

Die folgenden Risikofaktoren können mit der Entwicklung einer Zwangsstörung in Verbindung gebracht werden:

  • entwicklungsbedingte Faktoren
    • emotionaler, körperlicher und sexueller Missbrauch
    • Vernachlässigung
    • soziale Isolation
    • Hänseleien
    • Mobbing
  • psychologische Faktoren
    • übersteigertes Verantwortungsbewusstsein
    • magisches Denken
    • Intoleranz gegenüber Unsicherheit
    • der Glaube an die Kontrollierbarkeit von aufdringlichen Gedanken
  • Stressfaktoren
    • Schwangerschaft
    • postnatale Phase

Selten

  • bei Erwachsenen können OCD-Symptome eine Folge bestimmter neurologischer Erkrankungen wie Hirntumor, Sydenham-Chorea, Huntington-Chorea oder frontotemporale Demenz oder eine Komplikation einer Hirnverletzung des Frontallappens oder des Schädelbasals sein
  • bei Kindern wird es mit der pädiatrischen autoimmunen neuropsychiatrischen Störung im Zusammenhang mit Streptokokkeninfektionen (PANDAS) in Verbindung gebracht, bei der es nach einer Infektion mit Streptokokken der Gruppe A zu einem plötzlichen Auftreten von OCD-Symptomen oder Tics kommt (1,2)

Referenz:


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