Zwangsstörungen (OCD) sind neuropsychiatrische Störungen, die durch wiederkehrende zwanghafte Gedankengänge oder Zwangshandlungen oder häufig durch beides gekennzeichnet sind (1).
- Die Patienten erkennen oft, dass die Gedanken und Verhaltensweisen exzessiv oder unvernünftig sind, und verheimlichen ihre Zwangsstörung sogar vor ihrer eigenen Familie.
- Diese Heimlichtuerei und die mangelnde Anerkennung der OCD-Symptome durch die Angehörigen der Gesundheitsberufe führen zu einer langen Verzögerung bei der Diagnose und Behandlung der Erkrankung (1,2).
Sie ist die vierthäufigste psychische Störung nach Depressionen, Alkohol-/Substanzmissbrauch und sozialer Phobie (1).
Die Ein-Jahres-Prävalenz der Zwangsstörung liegt bei 1,2 % und die Lebenszeitprävalenz bei 2,3 % in der erwachsenen Bevölkerung (~1 von 40 Erwachsenen) (3).
Nach Angaben der WHO gehört die Zwangsstörung zu den 10 Krankheiten, die am stärksten durch Einkommensverluste und verminderte Lebensqualität beeinträchtigt werden (1).
Diese pathologischen Gedanken und Handlungen können so belastend und zeitaufwändig werden, dass die Patienten in ihrem Alltag beeinträchtigt sind.
Referenz:
- (1) Veale D, Roberts A. Zwangsneurosen. BMJ. 2014;348:g2183
- (2) Fenske JN, Schwenk TL. Zwangsstörung: Diagnose und Management. Am Fam Physician. 2009;80(3):239-45
- (3) Abramowitz J S, Abramovitch A, McKay D, Draffin A. Management of obsessive-compulsive disorder in adults. BMJ 2026; 392 :e083443.
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