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Repaglinid

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Autorenteam

Repaglinid gehört zu einer Klasse oral wirksamer Antidiabetika, den Meglitiniden:

  • Meglitinide sind nicht-sulfonylharnstoffhaltige Betazell-Stimulatoren zur Behandlung von Patienten mit Typ-2-Diabetes – sie wirken durch die Schließung ATP-abhängiger Kaliumkanäle in der Betazellmembran
  • Ziel ist die Verbesserung des postprandialen Insulinprofils – daher darf es nur vor den Mahlzeiten eingenommen werden und nicht, wenn Mahlzeiten ausgelassen werden
  • Es ist für die Anwendung in Kombination mit Metformin bei Patienten mit Typ-2-Diabetes zugelassen, deren Erkrankung mit maximal verträglichen Dosen von Metformin allein nicht ausreichend eingestellt werden kann; Repaglinid ist zudem für die Anwendung als Monotherapie bei Typ-2-Diabetes zugelassen
    • Es handelt sich um ein Derivat der Carbamoylmethylbenzoesäure
    • Die orale Bioverfügbarkeit beträgt etwa 63 % – die Plasmakonzentrationen erreichen ihren Höchstwert innerhalb einer Stunde nach der Einnahme
    • Nach oraler Einnahme tritt die insulinotrope Reaktion auf eine Mahlzeit innerhalb von 30 Minuten ein, und die Insulinkonzentrationen kehren innerhalb von 4–6 Stunden auf das Nüchternniveau zurück
    • Es wird hauptsächlich in der Leber metabolisiert – die Eliminationshalbwertszeit beträgt etwa 1 Stunde
    • Nebenwirkungen sind selten (weniger als 1 von 1.000 Patienten) und umfassen Hypoglykämie, Verstopfung, Bauchschmerzen, Durchfall, Übelkeit, Erbrechen, Sehstörungen, Überempfindlichkeitsreaktionen wie Hautausschläge und Juckreiz sowie vorübergehende, leichte Erhöhungen der Leberenzyme, die selten zum Abbruch der Therapie führen

Vor der Verschreibung dieses Arzneimittels muss die Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels konsultiert werden.

Hinweis: Nateglinid (unter dem Markennamen Starlix vertrieben) wurde im August 2020 endgültig aus dem Verkehr gezogen und vom britischen Markt zurückgerufen.

Literaturhinweis

  1. Prioletta A et al. Die Rolle von Nateglinid und Repaglinid, Derivaten von Meglitinid, bei der Behandlung von Typ-2-Diabetes mellitus. Arch Med Sci. 30. April 2013;9(5):936–943

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