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ALL, bei der das Philadelphia-Chromosom vorhanden ist

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Autorenteam

Das Vorhandensein des Philadelphia-Chromosoms bei Patienten mit ALL ist ein schlechter prognostischer Faktor:

  • Es tritt bei 20-30 % der erwachsenen ALL und bei 3 % der kindlichen ALL auf (1)

  • Vor dem Aufkommen der Tyrosinkinase-Inhibitoren (TKI) war die Ph+ ALL trotz intensiver Chemotherapie und häufig hämatopoetischer Stammzelltransplantation (HSCT) in der ersten Remission mit einer sehr schlechten Prognose verbunden
    • Die Entwicklung von TKIs revolutionierte die Therapie der Ph+ ALL. Die Zugabe des ABL1-TKI der ersten Generation, Imatinib, zur intensiven Chemotherapie erhöhte die Überlebensrate von Kindern mit Ph+ ALL drastisch und führte dazu, dass viele Patienten ohne HSCT geheilt werden können (2)

  • bei Patienten mit ALL und einem Philadelphia-Chromosom:
    • 1/3 - haben M-bcr (major breakpoint-cluster region) Rearrangements (die zu einem 210-kd-Protein führen), die denen von Patienten mit CML ähneln
    • 2/3 - haben m-bcr (minor breakpoint-cluster region) Umlagerungen mit einem daraus resultierenden 190-kd-Protein
    • Die Ergebnisse für Patienten mit beiden Varianten sind gleich schlecht

Referenz:


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