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Anticholinergika bei der Behandlung von Schweißausbrüchen

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Autorenteam

Anticholinergika wirken direkt auf die Nerven in den Schweißdrüsen und bewirken so eine Schweißhemmung (1)

  • Anticholinergika hemmen das sympathische Nervensystem, sodass Symptome wie Mundtrockenheit, Herzklopfen, Verstopfung, Dysurie, Verdauungsprobleme, Schwindel und Kopfschmerzen auftreten können; zudem darf diese Methode nicht bei Patienten mit Grunderkrankungen wie Katarakten oder urologischen Erkrankungen angewendet werden (1)
    • Trotz dieser Nachteile gehören Anticholinergika außerhalb Großbritanniens zu den relativ häufig gewählten oralen Medikamenten zur Behandlung von Hyperhidrose (1)

      • Propanthelenbromid ist das einzige zugelassene systemische Präparat zur Behandlung der primären Hyperhidrose im Vereinigten Königreich (2)
        • Beginnen Sie mit einer niedrigen Dosis von 15 mg ein- bis zweimal täglich und steigern Sie diese je nach Verträglichkeit auf 30 mg dreimal täglich

      • Das am häufigsten verwendete Anticholinergikum ist Glycopyrrolat (Glycopyrroniumbromid) ((1)
        • Es hat weniger zentrale Nebenwirkungen wie Schläfrigkeit oder Kopfschmerzen als andere Anticholinergika und weist eine überlegene schweißhemmende Wirkung auf, weshalb es im Ausland häufig als Erstmedikation bei der Behandlung von Hyperhidrose eingesetzt wird (3)
        • Es gibt Hinweise aus einer kleinen Studie (1), dass Glycopyrrolat eine wirksame Erstbehandlung bei primärer Hyperhidrose darstellt, die Ängste mindert und die Lebensqualität der Patienten verbessert
        • Glycopyrrolat wurde erfolgreich bei der Behandlung von durch Antidepressiva bedingtem Schwitzen eingesetzt (4)

      • Oxybutynin wurde ebenfalls zur Behandlung von Hyperhidrose eingesetzt (5,6)
        • In diesen Studien betrug die Anfangsdosis 2,5 mg einmal täglich am Abend und wurde schrittweise auf eine maximale Dosis von 5 mg zweimal täglich titriert
      • In der ersten Woche erhielten die Patienten 2,5 mg Oxybutynin einmal täglich; vom 8. bis zum 42. Tag 2,5 mg zweimal täglich; und vom 43. Tag bis zum Ende der 12. Woche 5 mg zweimal täglich.
      • Bei 80 % der Patienten trat eine Besserung der axillären Hyperhidrose ein; 36,3 % von ihnen zeigten eine deutliche Besserung, und bei der Hälfte der Patienten waren an allen Hyperhidrose-Stellen Verbesserungen zu verzeichnen (4)
      • Die Nebenwirkungen waren geringfügig, wobei Mundtrockenheit am häufigsten auftrat (5,6)

Quelle:


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