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Behandlung und Prognose der juvenilen myoklonischen Epilepsie

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Eine spontane Remission vor der Pubertät tritt bei weniger als 20 % der Kinder mit juveniler myoklonischer Epilepsie auf. Auch der Entzug der Medikamente ist oft erfolglos, selbst nach zwei oder mehr Jahren ohne Anfälle, wobei mindestens 70 % der Patienten einen Rückfall erleiden. Oft ist eine lebenslange Behandlung erforderlich, um Anfallsfreiheit zu gewährleisten.

Medikamentöse Behandlung der Absence-Epilepsie im Kindesalter, der juvenilen Absence-Epilepsie oder anderer Absence-Epilepsie-Syndrome

Erstlinientherapie bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit Absence-Epilepsie im Kindesalter, juveniler Absence-Epilepsie oder anderen Absence-Epilepsie-Syndromen

  • Ethosuximid oder Natriumvalproat sollten Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit Absenzsyndromen als Erstlinientherapie angeboten werden. Bei hohem Risiko für generalisierte tonisch-klonische Anfälle sollte zunächst Natriumvalproat angeboten werden, sofern es nicht ungeeignet ist. Befolgen Sie die Sicherheitshinweise der MHRA zu Natriumvalproat
  • Lamotrigin sollte angeboten werden, wenn Ethosuximid und Natriumvalproat ungeeignet, unwirksam oder nicht verträglich sind. Befolgen Sie die Sicherheitshinweise der MHRA zu Natriumvalproat

Zusatztherapie bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit kindlicher Absence-Epilepsie, juveniler Absence-Epilepsie oder anderen Absence-Epilepsie-Syndromen

  • Wenn zwei Antiepileptika der ersten Wahl bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit Absence-Epilepsie-Syndromen unwirksam sind, sollte eine Kombination aus zwei der folgenden drei Antiepileptika als Zusatztherapie in Betracht gezogen werden: Ethosuximid, Lamotrigin oder Natriumvalproat. Befolgen Sie die Sicherheitshinweise der MHRA zu Natriumvalproat
  • Wenn die Zusatztherapie unwirksam ist oder nicht vertragen wird, sollten Sie dies mit einem Epilepsiespezialisten der Tertiärversorgung besprechen oder den Patienten an diesen überweisen und Clobazam, Clonazepam, Levetiracetam, Topiramat oder Zonisamid in Betracht ziehen
  • Bieten Sie kein Carbamazepin, Gabapentin, Oxcarbazepin, Phenytoin, Pregabalin, Tiagabin oder Vigabatrin an

Quelle:

  1. Drug and Therapeutics Bulletin (2001), 39 (2), 12–16.
  2. NICE (April 2018). Epilepsien: Diagnose und Behandlung

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