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Pathogenese

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Die Steinbildung ist auf eine Übersättigung zurückzuführen, d. h. auf eine Konzentration der Steinbestandteile im Urin, die die Löslichkeit im Urin übersteigt.

Zu den prädisponierenden Faktoren gehören:

  • ein Überschuss an normalen Bestandteilen in Blut und Urin:
    • erhöhtes Serumkalzium bei Hyperparathyreoidismus
    • erhöhte Serumharnsäure bei Gicht oder nach einer Chemotherapie bei Leukämie
    • vermindertes Urinvolumen in heißem Klima

  • gestörte Drainage:
    • chronische Harnverstopfung aufgrund einer vergrößerten Prostata
    • Hydronephrose

  • Vorhandensein von abnormen Bestandteilen:
    • Harnwegsinfektionen, die zu Epithelabschilferungen führen, auf denen sich Steine ablagern können
    • Fremdkörper wie z. B. ein Harnkatheter

Welches dieser Elemente beteiligt ist, kann durch die Zusammensetzung des Steins angedeutet werden, aber Steine bilden sich oft auch ohne offensichtliche auslösende Faktoren. Tatsächlich bilden viele Patienten mit einer erhöhten Ausscheidung von Kalzium, Oxalaten oder Harnsäure im Urin keine Steine, und außerdem sind die meisten Steine einseitig.

Alternative Theorien besagen:

  • abnorme Mukoproteine der Harnwege können die Steinbildung begünstigen
  • postulierte Inhibitoren der Steinbildung können unzureichend sein

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