Allgemeine Marker für neuroendokrine Tumoren
- Chromogranin A (CgA)
- ein sekretorisches Granulat, das zusammen mit spezifischen Hormonen in großen, dichtkernigen Vesikeln von neuronalen und neuroendokrinen Zellen vorkommt
- Bei 99 % der metastasierten Karzinoidtumoren ist der CgA-Spiegel erhöht
- Weitere allgemeine Färbemarker sind das Pankreaspolypeptid, die neuronenspezifische Enolase, das Peptid Histidin-Methionin sowie Untereinheiten des humanen Choriongonadotropins
Spezifische Marker für Karzinoidtumoren
- Karzinoidtumoren scheiden eine Vielzahl von Katecholaminen aus, darunter Serotonin. Die Diagnose kann auf der Grundlage eines erhöhten 24-Stunden-Urinspiegels von 5-HIAA – einem Abbauprodukt von Serotonin – oder anhand des Serotoninspiegels im Vollblut gestellt werden
- Weitere Marker im Urin sind Neuropeptid K, Substanz P und andere Tachykinine
- Hydroxyindolessigsäure (5-HIAA) im Urin und Neuropeptid K weisen bei Karzinoiden des Mitteldarms eine hohe Sensitivität auf – bei Karzinoiden des Vorder- und Hinterdarms haben diese Marker einen geringeren diagnostischen Nutzen
- Bei Verdacht auf ein Karzinoid bei normalen Urinbasiswerten ist der Pentagastrin-Test mit Bestimmung der Tachykinine im Plasma eine hilfreiche diagnostische Maßnahme
Weitere Untersuchungen:
- Radiologische Lokalisierung des Karzinoidtumors
- Somatostatinrezeptor-Szintigraphie
- Sensitivität 90 % und Spezifität 80 %
- CT
- kann präoperativ zur Lokalisierung von Tumoren eingesetzt werden – allerdings ist es schwierig, Tumoren < 1 cm zu erkennen
- Somatostatinrezeptor-Szintigraphie
- Eine Leberultraschalluntersuchung oder eine CT-Untersuchung kann Hinweise auf Metastasen in der Leber liefern.
Quelle:
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