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Genetik

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Autorenteam

Bei Prostatakrebs wurde eine familiäre Häufung ähnlich wie bei Brust- und Dickdarmkrebs festgestellt (1):

  • Man geht davon aus, dass 5-10 % aller Fälle von Prostatakrebs in erster Linie auf vererbte genetische Hochrisikofaktoren oder Prostatakrebs-Anfälligkeitsgene zurückzuführen sind (1)

Bei Männern mit einer familiären Vorgeschichte von Prostatakrebs steigt das Risiko mit zunehmender Zahl der an der Krankheit erkrankten Verwandten ersten Grades

  • 2,5-fach, wenn der Vater Prostatakrebs hatte
  • 3,4-fach, wenn der Bruder an Prostatakrebs erkrankt ist
  • 3,5-fach, wenn es zwei Verwandte ersten Grades mit Prostatakrebs in der Vorgeschichte gibt
  • 4,3-fach, wenn der Verwandte zum Zeitpunkt der Diagnose unter 60 Jahre alt war (2)

Mehr als 70 % der Prostatakarzinome weisen Anomalien auf Chromosom 8p22 auf, was darauf hindeutet, dass sich an dieser Stelle ein Tumorsuppressor-Gen befinden könnte.

Eine Keimbahnmutation des Tumorsuppressorgens BRCA2 erhöht das Lebenszeitrisiko für Prostatakrebs (PCa) erheblich

  • bei BRCA2-Mutationsträgern entwickelt sich ein lokalisiertes PCa rasch zu einem metastasierten kastrationsresistenten Prostatakrebs (mCRPC) mit einer krebsspezifischen 5-Jahres-Überlebensrate von 50-60 % (3,4)
  • BRCA2-mutierte Tumore weisen auch eine erhöhte Häufigkeit von intraduktalen Karzinomen (IDC) auf, eine Pathologie, die sowohl bei familiären als auch bei sporadischen PCa einen ungünstigen Ausgang voraussagt (5,6)

 

Referenz:


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