Unter primärer Dysmenorrhö versteht man schmerzhafte Menstruationen ohne nachweisbare Erkrankung im Beckenbereich.
Sie beginnt in der Regel etwa ein Jahr nach der Menarche, sobald sich ovulatorische Zyklen etabliert haben. Die höchste Inzidenz liegt im Alter zwischen 15 und 25 Jahren.
Die Patientin klagt über krampfartige Schmerzen im Unterbauch, die bis zur Innenseite der Oberschenkel und in den unteren Rücken ausstrahlen können. Die Schmerzen treten in der Regel etwa 24 Stunden vor der Menstruation erstmals auf und dauern selten länger als 48 bis 72 Stunden an. Sie können von Übelkeit, Erbrechen und Durchfall begleitet sein.
Die Symptome lassen in der Regel mit zunehmendem Alter nach.
Obwohl es sich um eine Ausschlussdiagnose handelt, macht sie 90 % der Fälle von Dysmenorrhö aus. (2)
Literaturhinweis
- Burnett M, Lemyre M. Nr. 345 – Konsensusleitlinie zur primären Dysmenorrhö. J Obstet Gynaecol Can. Juli 2017;39(7):585–595
- Rohan P, Common M, Ryan J, Mulholland D, O’Shea A. Multimodale Bildgebungsbefunde bei sekundärer Dysmenorrhö. Clin Radiol. Juli 2025;86:106927.
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