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Ätiologie der viralen Meningitis

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Autorenteam

Seit der Einführung der Impfungen gegen Mumps, Masern und Röteln haben Enteroviren das Mumpsvirus als häufigste Ursache für virale Meningitis bei Kindern abgelöst (1).

Bei Erwachsenen wird angenommen, dass Enteroviren für 80 % der Fälle verantwortlich sind. Bei 144 Erwachsenen mit aseptischer Meningitis lag bei nur 72 eine bestätigte Diagnose vor, von denen

  • 46 % auf Enteroviren zurückzuführen waren
  • 31 % auf das Herpes-simplex-Virus Typ 2 zurückzuführen waren
  • 11 % auf das Varizella-Zoster-Virus
  • 4 % auf das Herpes-simplex-Virus Typ 1 zurückzuführen waren (1)

Zu den häufigsten Erregern einer viralen Meningitis gehören:

  • bei allen Patienten:
    • Enteroviren – häufig im Spätsommer oder Herbst
    • Herpes-simplex-Viren (HSV-2 und HSV-1)
    • Varizella-Zoster-Virus (VZV)
    • Humanes Immundefizienz-Virus (HIV)
    • Epstein-Barr-Virus (EBV) (1)
  • bei nicht geimpften Personen oder unvollständiger Impfung
    • Mumpsvirus
  • bei immungeschwächten Personen
    • Cytomegalievirus (CMV)
  • bei Patienten mit Reiseanamnese
    • West-Nil-Virus (Amerika, Afrika, Westasien, Australien, europäisches Festland)
    • Saint-Louis-Enzephalitis-Virus (Vereinigte Staaten)
    • Durch Zecken übertragene Enzephalitis-Viren (Europäisches Festland und Asien)
  • bei Patienten, die mit Nagetierkot oder -urin in Kontakt gekommen sind
    • Lymphozytäre Choriomeningitis-Virus (LCMV) (1)

Referenz:

  1. Logan SA, MacMahon E. Virale Meningitis. BMJ. 2008;336(7634):36-40.

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