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Familiäre kombinierte Hyperlipidämie

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Autorenteam

Diese Erkrankung führt zu einem unterschiedlich starken Anstieg des Cholesterinspiegels (6,5–10 mmol/L) und der Triglyceridwerte (2,3–12 mmol/L). Sie ist die zweithäufigste primäre Hyperlipidämie (nach der polygenen Hypercholesterinämie).

Patienten, bei denen diese Erkrankung auftritt, sind:

  • in der Regel über 30 Jahre alt
  • oft übergewichtig
  • leiden häufig an Insulinresistenz oder Diabetes mellitus
  • häufig an Bluthochdruck
  • können eine vorzeitige koronare Herzkrankheit aufweisen
  • in verschiedenen Generationen können unterschiedliche Lipoprotein-Anomalien auftreten
  • Xanthelasmen, jedoch treten keine Sehnenxanthome auf. Häufig ist ein Hornhautbogen vorhanden

Früher ging man davon aus, dass diese Erkrankung dominant vererbt wird; mittlerweile scheint es jedoch, dass betroffene Familien an einer Form der polygenen Hyperlipidämie leiden, was zu unterschiedlichen Phänotypen bei den Familienmitgliedern führt.

Diese Erkrankung tritt bei etwa 0,5 % bis 1 % der Allgemeinbevölkerung sowie bei bis zu 15 % der Patienten mit Myokardinfarkt auf, die zum Zeitpunkt des Infarkts jünger als 60 Jahre waren.

Literaturhinweis

  1. Vaverková H, Karásek D. [Familiäre kombinierte Hyperlipidämie – die häufigste genetisch bedingte Dyslipidämie in der Bevölkerung und bei Patienten mit vorzeitiger atherothrombotischer Herz-Kreislauf-Erkrankung]. Vnitr Lek. 2018 Winter;64(1):25–29.

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