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Zervikale Spondylose

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Autorenteam

  • Die zervikale Spondylose ist eine sehr häufige Erkrankung in der zweiten Lebenshälfte und resultiert aus degenerativen, arthrotischen Veränderungen der Halswirbelsäule
  • Mehr als die Hälfte der über 50-Jährigen ist davon betroffen, von denen 20 % Symptome aufweisen
  • Der Beginn erfolgt meist schleichend. Nur relativ wenige Patienten benötigen eine operative Behandlung
  • Der Begriff „zervikale Spondylose“ in einem Röntgenbefund bezieht sich auf die radiologischen Veränderungen im Zusammenhang mit dem degenerativen Prozess, der die Bandscheiben und die Facettengelenke der Halswirbelsäule betrifft
  • Wie bei der lumbalen Bandscheibendegeneration besteht nur ein geringer Zusammenhang zwischen den röntgenologischen Veränderungen und den auftretenden Symptomen
    • Bei den meisten Menschen lassen sich bereits ab einem Alter von etwa 35 Jahren radiologische Anzeichen einer Spondylose feststellen
  • Es ist allgemein anerkannt, dass – auch wenn die Gründe dafür noch nicht vollständig geklärt sind – zuvor symptomfreie Personen nach einem traumatischen Ereignis, wie beispielsweise einem Schleudertrauma, anhaltende spondylotische Nackenschmerzen entwickeln, insbesondere wenn Röntgenaufnahmen spondylotische Veränderungen bestätigen, die bereits vor der Verletzung bestanden haben müssen
  • Mit fortschreitender zervikaler Degeneration wird die Situation durch hypertrophe Veränderungen der Facettengelenke, d. h. Osteophytose, und Bandscheibenvorfälle kompliziert – diese Veränderungen der Facettengelenke können in die Nervenwurzeln eingreifen, wenn diese die Wirbelsäule an den Austrittsforamina verlassen
    • können Nervenwurzelsymptome und möglicherweise Anzeichen verursachen
    • Eine Instabilität der Halswirbelsäule ist bei rein degenerativer Spondylose relativ selten – sie tritt jedoch häufiger bei entzündlichen Erkrankungen auf, die das Weichgewebe des Halses befallen können, z. B. bei rheumatoider und psoriatischer Arthritis
    • Bei einer primären degenerativen Erkrankung der Halswirbelsäule können sekundäre neurologische Komplikationen auftreten, die die Nervenwurzeln (Radikulopathie), das Rückenmark (Myelopathie) oder, seltener, die Wirbelarterien betreffen
      • Eine kompressive und/oder ischämische zervikale Myelopathie (aufgrund lokaler struktureller und biomechanischer Störungen infolge des spondylotischen Prozesses) ist die häufigste Ursache für Rückenmarksstörungen bei älteren Menschen

Literaturhinweis

  1. Kelly JC, Groarke PJ, Butler JS, Poynton AR, O'Byrne JM. Der natürliche Verlauf und die klinischen Syndrome der degenerativen zervikalen Spondylose. Adv Orthop. 2012;2012:393642.

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