Anmerkung – Der Begriff „Hypochondrie“ wurde im DSM-5 aufgrund seiner abwertenden Konnotation überarbeitet und wird nun korrekterweise als „Krankheitsangststörung“ bezeichnet.
Hypochondrie ist eine übermäßige Beschäftigung mit eingebildeten körperlichen Erkrankungen.
- Hypochondrische Patienten leiden unter der Angst oder der Überzeugung, an einer schweren Krankheit zu leiden, und ihre Angst oder Überzeugung beruht auf einer Fehlinterpretation körperlicher Symptome (DSM-IV; American Psychiatric Association, 1994). Obwohl angemessene medizinische Untersuchungen ihre Vorstellungen nicht bestätigen, bleibt die Angst oder Überzeugung bestehen
- Patienten mit Hypochondrie entwickeln ein charakteristisches Verhaltens- und Denkmuster, bei dem sie nach und nach mehr Beruhigung suchen, dennoch aber immer ängstlicher werden
- Es handelt sich um eine Erkrankung, die in der Regel eine Neurose ist, in sehr seltenen Fällen jedoch auch wahnhaft sein kann
Eine Hypochondrie kann mit einer tatsächlichen körperlichen Erkrankung einhergehen; entscheidend ist jedoch, dass die Besorgnis des Patienten in keinem Verhältnis zu einer etwaigen körperlichen Erkrankung steht und nicht gerechtfertigt ist.
Hypochondrie kann bei neurotischer Depression, Angstzuständen, Zwangsstörungen und Hysterie auftreten. Schizophrene Patienten können eine bizarre Form der Hypochondrie zeigen. Auch eine essentielle Hypochondrie kann vorliegen.
Literaturhinweis
- Newby JM, Hobbs MJ, Mahoney AEJ, Wong SK, Andrews G. DSM-5-Krankheitsangststörung und somatische Symptomstörung: Komorbidität, Korrelate und Überschneidungen mit der DSM-IV-Hypochondrie. J Psychosom Res. Okt. 2017;101:31–37
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