Das 1975 zufällig entdeckte Parvovirus B19 ist ein einzelsträngiges DNA-Virus, das zur Familie der Parvoviridae gehört (1) und als eines der kleinsten Viren gilt, die Säugetierzellen befallen (2).
Parvoviren sind artspezifisch, und Menschen werden ausschließlich vom Typ B19 befallen (1).
Die Übertragung der Krankheit kann erfolgen über:
- die Atemwege
- Hand-zu-Mund-Kontakt
- Blutprodukte
- vertikal von der Mutter auf den Fötus (3)
Die Vermehrung des Virus erfolgt in sich schnell teilenden erythroiden Vorläuferzellen, obwohl auch andere Zielzellen identifiziert wurden, z. B. Herzmuskelgewebe (1).
Die typischsten Erscheinungsformen einer Parvovirus-B19-Infektion sind
- Erythema infectiosum (d. h. Fünfte Krankheit)
- vorübergehende aplastische Krise
- chronische Erythrozytenaplasie
- Arthropathie
- nicht-immuner Hydrops fetalis (3)
Die Fünfte Krankheit wird durch eine Infektion mit dem humanen Erythrovirus (früher Parvovirus) Typ B19 verursacht und tritt vor allem bei Kindern im Schulalter auf, manchmal in Form von Epidemien. Wie der alternative Name schon andeutet, ähnelt der mit dieser Krankheit verbundene makulopapulöse Hautausschlag oft den Spuren von Ohrfeigen auf den Wangen.
Eine einmalige Infektion führt bei den Betroffenen zu einer lebenslangen Immunität (1).
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Quelle:
- UK Health Security Agency. Parvovirus B19: Leitlinien, Daten und Analysen. Veröffentlicht im Juni 2012, zuletzt aktualisiert im August 2024
- Mende M, Sockel K. Parvovirus-B19-Infektion. N Engl J Med. 13. Dez. 2018;379(24):2361.
- Valentin MN, Cohen PJ. Parvovirus B19 bei Kindern: Spektrum der klinischen Manifestationen. Cutis. Okt. 2013;92(4):179–84
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